Mentoring für Ausbilderinnen und Ausbilder in internationalen Unternehmen – MAI
- Warum gab es das Modellprojekt?
- Was bot das Modellprojekt?
- Für welche Art von Fragen waren die Mentor/innen zuständig?
- Was war das Ziel des Modellprojekts?
- Noch offene Fragen? Lesen Sie unseren Abschlussbericht!
Warum gab es das Modellprojekt?
In den Kooperationsprojekten "IUBA – Internationale Unternehmen bilden aus" und "IDA – Integration durch Ausbildung" konnten durch die Arbeit der hessischen IHKs und der INBAS GmbH hessenweit seit 2001 bereits über 2000 Ausbildungsplätze in internationalen Unternehmen gewonnen werden. Die Erfolge von IDA und IUBA zeigten, dass internationale Unternehmen eine hohe Bereitschaft haben, Ausbildungsplätze einzurichten, wenn sie die notwendige Information und Beratung erhalten. Die Erfahrungen von IDA und IUBA zeigten jedoch auch, dass viele Erstausbilder/innen besondere Unterstützung benötigten, um Ausbildung langfristig in ihrem Unternehmen verankern zu können.
Deswegen hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung das Projekt "MAI – Mentoring für Ausbilder/innen in Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung" ins Leben gerufen. Am Projekt nahmen erstausbildende Betriebe, die im Rahmen des Projekts IUBA in den IHK-Bezirken Frankfurt am Main und Offenbach neue Ausbildungsplätze eingerichtet hatten, teil. MAI wurde vom Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, INBAS GmbH in enger Zusammenarbeit mit den IHKs Frankfurt am Main, Darmstadt und Offenbach umgesetzt.
Was bot das Modellprojekt?
Wer wünscht sich das nicht ab und zu: Jemanden, der einem zur Seite steht, wenn man eine Frage hat oder schnell einen kollegialen Rat braucht? MAI ging innovative Wege, um für Ausbildung engagierten Migrantenunternehmen die notwendige individuelle Unterstützung zu bieten: Erfahrene Fachleute, die ihr Wissen weitergeben wollten, setzten sich ein für Ausbilderinnen und Ausbilder mit Migrationshintergrund. Erstmals hatten die Ausbilder/innen in den durch IDA und IUBA gewonnenen Betrieben Gelegenheit, von einem persönlichen Mentor oder einer Mentorin zu profitieren. MAI brachte beide zusammen mit dem Ziel, Ausbildungsplätze langfristig zu sichern.
Kern des Projekts war daher ein Mentorenprogramm, bei dem ehrenamtliche Mentor/innen erstausbildenden Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite standen und bei regelmäßigen Treffen Fragen des Ausbildungsalltags besprachen.
Ergänzend dazu konnten die frisch gebackenen Ausbilder/innen eine Reihe von Informationsveranstaltungen zu ausbildungsrelevanten Themen wie z.B. Ausbildungsplanung, Mitarbeitermotivation oder Führen von Bewertungsgesprächen besuchen. Diese Veranstaltungen vermitteln theoretische Informationen so, dass sie sich konkret auf den eigenen betrieblichen Ausbildungsalltag übertragen liesen.
Die Mentor/inn/en nahmen bereits im Vorfeld an einer Schulung teil, die sie auf ihre Tätigkeit vorbereite. Auch während des Programms hatten sie Gelegenheit, in Workshops ihre Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen. Außerdem konnten die Mentor/inn/en hier ihre Kompetenz in Sachen Beratung und Gesprächsführung noch weiter ausbauen.
Für welche Art von Fragen waren die Mentor/innen zuständig?
Die Mentor/innen sollten ausschließlich berufspädagogische Fragen beantworten und ihren praktischen Erfahrungsschatz weitergeben. Alle Fragen, die sich auf die Ausbildungsordnung und deren Umsetzung beziehen, beantworteten die Sonderberater/innen der IHKs.
Was war das Ziel des Modellprojekts?
Ziel der Aktivitäten des Projekts MAI war es, dazu beizutragen, dass die Unternehmen Ausbildung als dauerhaften Bestandteil ihrer Betriebskultur und Personalpolitik etablierten. Das Engagement und die Motivation der Ausbilder sollte durch Erfolgserlebnisse erhalten, die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe langfristig gesichert werden.
Das Projekt wurde finanziert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. MAI startete im Juni 2006 und wurde bis zum 30. Juni 2008 gefördert. Projektträger war die INBAS GmbH in Offenbach am Main.
Noch offene Fragen? Lesen Sie unseren Abschlussbericht!
Der Abschlussbericht umfasst die gesamte Projektlaufzeit von Juni 2008 bis Juni 2008. In insgesamt fünf Kapiteln wird von der Entstehungsgeschichte bishin zu den Ergebnissen des Projektes MAI berichtet. Sie können sich diesen Bericht gerne herunterladen und in Ruhe lesen. Abschlussbericht Juni 2006 bis Juni 2008 (PDF, 259.4 KB)

